Nasenzentrum Marburg (NZM) | Zentrum für Diagnostik und Therapie von Nasen- und Nasennebenhöhlenerkrankungen

Tränenwegschirurgie

Störungen des regelrechten Tränentransportes vom Auge in die Nase führen zu dem die Patienten sehr belästigenden Tränenträufeln. Das Auge ist feucht, betroffene Patienten empfinden den Drang, sich immer wieder abwischen zu müssen. Es findet sich ein mehr oder weniger ständig vermehrter Sekretfilm und häufig auch gelbliches Sekret im Bindehautsack. Die Bindehaut und auch der Tränensack können eine chronische und zusätzlich wieder kehrende akute Entzündung entwickeln. 

Ursache sind Engstellen (Stenosen) der ableitenden Tränenwege, die meist Folge von Entzündungen sind. Gelegentlich sind auch z.B. Tumoren, Voroperationen an Nase und Nasennebenhöhlen oder sogenannte Steine im Tränensack, selten Fehlbildungen die Ursache. 

Tränenwegschirurgie

Als Therapie hat sich in den meisten Fällen die Operation durch die Nase, endonasale Tränenwegsoperation (Dakryozystorhinostomie), etabliert. Ihre Vorteile sind die kürzere Operationsdauer, geringere Komplikationsrate und ein reduziertes Krankheitsgefühl des Patienten im Vergleich zu einer Operation von außen. 
Für eine hohe Erfolgsrate sind die korrekte Indikationsstellung und Anlage der nasalen Öffnung, der individuelle Einsatz von Platzhaltersystemen, speziellen Medikamente oder Spezialinstrumenten und die Erfahrung des Operateurs entscheidend. 

In Einzelfällen kommen auch andere Operationen wie eine Konjunktivorhinostomie zum Einsatz. 

 

© Prof. Dr. med. Rainer Weber